Turin, Freitag den 18. Mai 2012        Versione Italiana     English version     Edition française  











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I tram storici

Betriebfähige Museumswagen


116

Baujahr 1911, rot-cremeweiße Lackierung, 16 Sitz- und 15 Stehplätze.
1911 vom Fahrzeughersteller Diatto gebaut, gehörte TW 116 zu einer Lieferung von 130 baugleichen Triebwagen. Während des 2. Weltkrieges wurden 12 dieser Fahrzeuge (aber nicht TW 116) nach München gebracht, wo sie im Gütertramdienst eingesetzt waren. In der Nachkriegszeit wurden die noch vorhandenen Fahrzeuge nach und nach abgestellt oder zu Arbeitswagen umgebaut. TW 116 wurde 1976 von den zentralen Betriebswerkstätten restauriert und in den Zustand der 20er Jahre zurückversetzt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends nach Sassi verbracht, war er dort einige Jahre lang fest ausgestellt. Nachdem er 2006 von der Zentralwerkstatt hauptuntersucht und wieder in einen fahrbereiten Zustand versetzt worden war, ist er derzeit das älteste einsatzfähige Exponat des gesamten GTT Museumsfuhrparks.
 


502

Baujahr 1924, rot-cremeweiße Lackierung, 20 Sitz- und 15 Stehplätze.
Der 2-achsige TW 502 gehörte zu einer ursprünglich für La Spezia bestimmten Kleinserie, blieb aber wie alle anderen Wagen dieser Reihe in Turin und kam auf dem ATM-Netz zum Einsatz. In den 60er Jahren wurden TW 503 und TW 502 in Schleifwagen umgebaut, zu T432 und T433 umnummeriert und erhielten die dunkelblau-gelbgestreifte Arbeitswagenlackierung. Wagen T433 (ex 502) unterschied sich aber von seinem Schwesterwagen durch die gelbe Fensterrahmung, die beim T432 blau ausgeführt war. Letzterer befindet sich heute im Museum „Gotthard-Park“ in Castelletto Ticino, während TW 502 im Jahr 2000 in seinen Ursprungszustand zurückgebaut wurde und heute im Museumsbahnhof Sassi ausgestellt ist. Obwohl der Wagen noch über seine ursprüngliche Motorisierung verfügt, ist er nicht mehr fahrfähig und deshalb dort fest ausgestellt (auch wegen des noch installierten Stangenstromabnehmers, der möglicherweise der letzte noch vorhandene Originaltrolley ist).
 


2595

Baujahr 1933, grüne Lackierung, 17 Sitz- und 97 Stehplätze.
TW 2595 gehörte zu einer in 100 Exemplaren hergestellten und von der ATM selbst entwickelten Triebwagenbaureihe. Die beiden Prototypen wurden in Eigenregie gebaut und die Serienherstellung bei Fiat Materfer und den Officine Moncinisio in Auftrag gegeben. Dieser Fahrzeugtyp wurde zu einem auch im europäischen Rahmen wegweisenden Beispiel eines vierachsigen Großraumwagens für starken Fahrgastfluss. 1946 wurde bei den 98 noch vorhandenen Exemplaren die hintere Klapptür zu einer Doppeltür erweitert. Die Wagen versahen bis in die 80er Jahre hinein vor allem auf den Linien 2, 3 und 15 ihren Dienst. TW 2595 ist im Jahre 2000 restauriert und in seinen Originalzustand zurückversetzt worden.
 


3501

Baujahr 1948, grüne Lackierung, 17 Sitz- und 123 Stehplätze.
In der unmittelbaren Nachkriegszeit in den Werkstätten der ATM gebaut, wurden bei diesem Fahrzeug größtenteils Bauteile und die Elektrische Ausrüstung des TW 3001 wieder verwendet, der während des Krieges irreparable Schäden erlitten hatte. Das Einzelstück, das etwas breiter und länger als das Original ausgefallen ist, erhielt die Wagennummer 3501 und wurde vom Personal liebevoll „Paschetto“ genannt (nach dem damalige ATM-Direktor, der sich für den Wiederaufbau des Fahrzeugs stark gemacht hatte). TW 3501 wurde in den 80er Jahren als letztes Fahrzeug von den beiden Grüntönen auf orange-gelb umlackiert und 1998 im Originalzustand restauriert.
 


3203

Baujahr 1958, grüne Lackierung, 18 Sitz- und 91 Stehplätze.
Zwischen 1949 und 1958 wurden 143 Fahrzeuge der Reihe 3100-3224 nach den Vorgaben des Prototyps 3001 und der Madrider Straßenbahnbaureihe 1000 bei Fiat Materfer gefertigt. TW 3224 wurde 1977 bei Vibrti-Seac modernisiert, wobei eine vierte Tür eingebaut, die Frontpartie verändert und das Fahrzeug auf orange-grau umlackiert wurde. Im Jahre 2000 hat der Triebwagen seine ursprüngliche, hell- und dunkelgrüne Farbgebung zurückerhalten.
 


3279

Baujahr 1959, grüne Lackierung, 17 Sitz- und 97 Stehplätze.
Gehörte zu einer Lieferung von Ende der 50er Jahre bei Fiat gebauter Großraumtriebwagen, bei denen die restlichen Drehgestelle der TW-Reihen 2100 und 2200 wiederverwendet wurden, die ihrerseits durch paarweise Koppelung zu 58 sechsachsigen Gelenktriebwagen der Reihe 2800-2857 umgebaut worden waren. Mit Wegfall des Fahrkartenverkaufs auch in den Schienenfahrzeugen der ATM wurden der Wagen 1979 durch Einbau einer zweiten Mitteltür und weiterer Sitzplätzen modernisiert und auf orange-gelb (mit grauem Unterbau) umlackiert. Nach Wiederherstellung der ursprünglichen Farbgebung wurde er 1998 zu den Dreharbeiten von Gianni Amelios Film „Così ridevano“ herangezogen, der bei den Filmfestspielen in Venedig 1998 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde.

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 Letze Änderung:
23/2/2012