| DER AUFARBEITUNGSPLAN:
 Die Instandsetzung des
Triebwagens MRS 312 wurde durch Geldmittel und Zuschüsse ermöglicht,
die das Umweltministerium und GTT für das Projekt der für 2011 vorgesehenen
Turiner Museumstrambahnlinie zur Verfügung gestellt haben. Dank
des wesentlichen Beitrags der AMIT Rom wurde der Tramwagen 2008
von der MetRo Roma der ATTS als Schenkung überlassen und nach Turin
transportiert, wo er mehrere Monate auf einem Abstellgleis des Bahnhofs
Sassi den Ausgang des Ausschreibungsverfahrens für seine Aufarbeitung
abgewartet hat. Eine Fotoserie in der Fotogalerie dieser Webseite
(http://www.atts.to.it/public_fotogallery_acquisti.php)
berichtet über die Bergung und den Abtransport des Fahrzeugs nach
Turin.
Bevor MRS 312 zu der mit der Aufarbeitung betrauten Fachwerkstatt
gekommen ist, wurde er zunächst in die Hauptwerkstatt der GTT
gebracht, um die mögliche Lage der für den Betrieb auf dem Turiner
Netz nötigen Anlagen (Schleifschuhe der Magnetschienenbremse, Weichenfrequenzsteuerung,
Videokamera für die Hintertürkontrolle, etc.) zu studieren und deren
Einbau zu planen. Um die Schienenhaftung und die Sicherheit des
TW 312 zu verbessern, wurde beschlossen, auch das hintere Drehgestell
mit einem Antrieb zu versehen (da bei den MRS ursprünglich nur das
vordere motorisiert war).


Am 19. Januar 2010 ist der Wagen dann nach Salerno abtransportiert
worden, wo die Karosseriebaufirma Nuova San Leonardo, die den Zuschlag
für die Restaurierung der Wagen MRS 312 und dem Bologneser 201 erhalten
und sich schon in der Vergangenheit um die Aufarbeitung Turiner
Autobusse gekümmert hat, ihren Firmensitz hat. Hier wurde nämlich
auch schon die exzellente Restaurierung des historischen SATTI-Busses
Nr. 15 durchgeführt.
Die ersten Eingriffe galten dem Wagenkasten des Fahrzeugs, dessen
hölzernes Kopfende völlig neu aufgebaut werden musste, da das vorhandene
für eine einfache Sanierung zu ruiniert war.



Die Arbeiten werden das ganze Jahr 2010 in Anspruch
nehmen, die Auslieferung ist für Herbst 2010 vorgesehen.
Im Folgenden zwei Fotos des zerlegten Drehgestells
während der Aufarbeitung. Oben der Rahmen und unten die ausgebauten
Radsätze:

Fortschritt der Arbeiten im Juli 2010:



Das Kopfende ist völlig neu aufgebaut und mit
Blechen verkleidet worden. Im Innern wird überlegt, wie die Bedienungselemente
des neuen Fahrerstands anzuordnen sind, während im Fahrgastbereich
die rekonstruierten Inspektionsklappen eingebaut und der (Original-)Holzboden
vollständig gesäubert und abgeschliffen worden ist.


Im Oktober 2010 erhält der Wagen den ersten Teil
seiner entgültigen Lackierung. Nun fehlt nur noch die Inneneinrichtung
und das Anbringen einiger Elemente wie z.B. die Signalbeleuchtung,
wobei nicht zu verschweigen ist, dass es bei der Beschaffung originalgetreuer
Ersatzteile einige Schwierigkeiten gibt.




Hier die letzten Fotos, die uns aus Salerno erreichten:
Es ist November geworden und die Karosseriebauarbeiten sind weitgehend
abgeschlossen. Die Detailtreue ist beachtlich, auch dank der Mithilfe
der Freunde der AMIT, die durch ihre umfassende Fahrzeugkenntnis
und die Beschaffung einiger sonst nicht mehr erhältlicher Einzelteile
(z.B. den vorderen Scheinwerfer) einen unverzichtbaren Beitrag zur
Aufarbeitung geleistet haben. Es bleibt nun nur noch der Rücktransport
nach Turin, wo die Drehgestelle wieder eingebunden und die Einstellarbeiten
durchgeführt werden, die für eine Wiederzulassung für den Fahrgastbetrieb
notwendig sind.
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