| DER AUFARBEITUNGSPLAN
 Mit der Aufarbeitung wird das Fahrzeug in
seinen Ursprungszustand zurückgebaut, als es in den Straßen Bolognas im Einsatz
war. Die Aufarbeitung des Bologneser Triebwagens 201 wurde durch Geldmittel und
Zuschüsse ermöglicht, die das Umweltministerium und GTT für das Projekt der für
2011 vorgesehenen Turiner Museumstrambahnlinie zur Verfügung gestellt haben. Dank
des wesentlichen Beitrags der AMIT Rom wurde der Tramwagen 2008 von der MetRo
Roma der ATTS als Schenkung überlassen und nach Turin transportiert, wo er
mehrere Monate auf einem Abstellgleis des Bahnhofs Sassi den Ausgang des
Ausschreibungsverfahrens für seine Aufarbeitung abgewartet hat. Eine Fotostrecke
auf dieser Webseite (http://www.atts.to.it/public_fotogallery_acquisti.php) berichtet über die Bergung und den Abtransport
des Fahrzeugs nach Turin.
Bevor TW 201 zu
der mit der Aufarbeitung betrauten Fachwerkstatt gekommen ist, wurde er
zunächst in die Hauptwerkstatt der GTT gebracht, um die mögliche Lage der für
den Betrieb auf dem Turiner Netz nötigen Anlagen zu studieren und deren Einbau
zu planen.
Im Februar 2010
ist der Wagen dann nach Salerno abtransportiert worden, wo die
Karosseriebaufirma Nuova San Leonardo, die den Zuschlag für die Restaurierung
der Wagen MRS 312 und dem Bologneser 201 erhalten und sich schon in der
Vergangenheit um die Aufarbeitung Turiner Autobusse gekümmert hat, ihren
Firmensitz hat. Hier wurde nämlich auch schon die exzellente Restaurierung des
historischen SATTI-Busses Nr. 15 durchgeführt.
Zwei Fotos vom
Zustand des ausrangierten Fahrzeugs in Rom:


Die ersten Eingriffe gelten dem Wagenkasten des Fahrzeugs, der
vom Altlack befreit, poliert und am Kopfende saniert wurde. Anschließend
wurden verschiedene Lacksorten für den Innen- wie den Außenanstrich
erprobt.




Die Arbeiten werden das ganze Jahr 2010 andauern und voraussichtlich
in den ersten Monaten des Jahres 2011 abgeschlossen werden können.
Unten der ausgebaute Drehgestellrahmen während der Aufarbeitung:

Hier der Fortschritt der Arbeiten im Juli 2010:


Der Wagenkasten ist saniert und nun wird der Einbau der Unterflurgeräte
(Widerstände, Druckluftbehälter, Schaltgeräte, usw.) vorbereitet.
Innen ist schon der Wagenhimmel neu verkleidet worden.




Nachdem einige Farbproben durchgeführt wurden (es wurde das gleiche
„Wagongrün“ gewählt, wie es auch bei TW 209 Anwendung fand), steht
der Wagen nun zur Lackierung bereit. Im Fahrgastraum fehlt noch
die Bestuhlung, die aber schon aufgearbeitet ist und zum Einbau
bereit steht. Auch die Türen wurden vollaufgearbeitet, wie auch
die Wagenhimmel an den Kopfenden, die mit Holzlatten verkleidet
sind.
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